STOP-Training

Häusliche Gewalt beenden. Jetzt handeln.

Haben Sie in Ihrer Beziehung oder in Ihrer Familie Gewalt angewendet? Machen Sie sich Sorgen, dass Sie in Ihrer Beziehung oder in Ihrer Familie Gewalt anwenden könnten?

Das STOP-Training der JUKO Marburg e.V. bietet Ihnen die Möglichkeit, Ihr Verhalten grundlegend zu überprüfen. Wir unterstützen Menschen dabei, Aggression und Wut zu verstehen und Konflikte künftig ohne Gewalt zu lösen.

Ihre Gespräche sind streng vertraulich. Die Entscheidung zur Veränderung liegt bei Ihnen – wir liefern Ihnen die notwendigen Werkzeuge.

1. Das Training

Das STOP-Training ist ein Verhaltenstraining. Sie arbeiten aktiv an sich. Das Ziel ist, dass Sie Konflikte in Beziehungen ohne Gewalt lösen.

  • Verantwortung übernehmen: Sie lernen, Ihr Verhalten zu verstehen und die Verantwortung dafür zu übernehmen.
  • Kontrolle gewinnen: Wir helfen Ihnen, Ihre Selbstkontrolle zu stärken, und wir zeigen Ihnen, wie Sie Stress-Situationen früher erkennen.
  • Kompetenzen entwickeln: Sie verbessern Ihre sozialen Fähigkeiten und Ihre Kommunikation, um anders zu reagieren.

Wir setzen uns intensiv mit dem Thema Gewalt auseinander:

  • Gewalt verstehen: Was ist Gewalt, was ist Aggression? Wir reden darüber, wo Ihre Grenzen sind.
  • Ihre Wut: Wir schauen uns an, was Ihre Aggression und Ihr gewalttätiges Verhalten auslöst.
  • Die Tat und die Folgen: Sie setzen sich mit Ihrer Tat auseinander und schauen sich an, wie die Betroffenen das sehen.
  • Kinder: Ein wichtiger Punkt ist die Rolle der Kinder als Opfer häuslicher Gewalt.
  • Rollenbilder: Wir sprechen über Vorstellungen von Mann- und Frau-Sein und wie diese Ihr Verhalten beeinflussen.
  • Alternativen: Sie erarbeiten neue, klare Schritte und Verhaltensweisen, damit Sie in Konfliktsituationen anders reagieren als mit Gewalt.

2. So nehmen Sie am STOP-Training teil

Die Teilnahme steht Männern und Frauen offen. Sie können sich selbst bei uns bewerben.

  • Selbstanmeldung: Sie können sich jederzeit von sich aus um die Aufnahme bewerben.
  • Auflagen: Das Training kann auch von der Staatsanwaltschaft, von Gerichten (Straf- oder Familiengerichtsverfahren) oder vom Jugendamt verlangt oder empfohlen werden.
  • Gut zu wissen: Wenn Sie wenig Deutsch sprechen, können wir das Training mit geschulten Dolmetschenden durchführen.

Ablauf

  1. Vorgespräche: Es gibt mindestens 3 verbindliche Gespräche, in denen wir Sie informieren und aufklären.
  2. Trainingsphase: Die Hauptphase dauert etwa 6 bis 9 Monate. Entweder als Gruppentraining in einer festen Gruppe mit maximal 10 Teilnehmern oder für Teilnehmerinnen oder bei der Arbeit mit Dolmetschenden als Einzeltraining.
  3. Abschluss: Ein verbindliches Abschlussgespräch beendet das Training. Bei Bedarf sind weitere Einzelgespräche möglich.
  4. Regeln: Wir haben klare Regeln und Bedingungen, die für alle verbindlich sind.

Kosten

  • Der Großteil der Kosten wird vom Staat bezahlt.
  • Sie zahlen einen kleinen Eigenanteil, der von Ihrem Einkommen abhängt: 1% Ihres monatlichen Netto-Einkommens pro Sitzung.

3. Vertraulichkeit und Kontakt

Ihre Gespräche sind vertraulich. Das Team der JUKO Marburg e.V. besteht aus speziell ausgebildeten Trainerinnen und Trainern.

  • Vertraulichkeit: Alle Mitarbeitenden müssen sich an die Verschwiegenheitspflicht halten. Alles bleibt vertraulich.
  • Opferschutz: Wir arbeiten eng mit dem Verein ‚Frauen helfen Frauen e.V.‘ zusammen. Sie bieten den (Ex-)Partnerinnen eine eigene, zusätzliche Beratung und Infos zum Training an.

Haben Sie Fragen oder möchten Sie einen Termin?

Rufen Sie uns gerne an: 06421 88998-10 oder schreiben Sie uns. Wir helfen Ihnen, den ersten Schritt zu machen.

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