STOP

Soziales Training – Opferschutz und Prävention

Was ist das STOP-Training?

Das STOP-Training ist ein Verhaltenstraining für Männer, die häusliche Gewalt gegen ihrer (Ex-)Partnerin ausgeübt haben oder befürchten, dies zu tun. In einer festen Gruppe arbeiten die Teilnehmer mehrere Monate gemeinsam im Kurs an ihrem Gewaltverhalten und daran, alternative Handlungsmöglichkeiten für sich zu entwickeln.

 

 

Was ist das Ziel?

Ziel des Trainings ist, dass die Teilnehmer lernen Beziehungskonflikte und –krisen gewaltfrei zu lösen. Damit soll die Sicherheit für die betroffene (Ex) Partnerin erhöht werden. Zum Erreichen des Ziels der Gewaltfreiheit gehört, dass die Teilnehmer sich mit ihrem Verhalten auseinandersetzen und lernen, Verantwortung für ihr Verhalten zu übernehmen, ihre (Selbst-)Wahrnehmung und Selbstkontrolle steigern sowie kommunikative und soziale Kompetenzen verbessern.

 

 

Wie kann ich am STOP-Training teilnehmen?

Das STOP-Training kann in Strafverfahren oder in Familiengerichtsverfahren zur Auflage gemacht werden. Das Jugendamt kann die Teilnahme anregen.
Auch ohne einen strafrechtlichen oder familien-rechtlichen Zusammenhang ist eine Teilnahme am STOP-Training möglich: Sie können sich auch selbständig um Aufnahme in das Training bewerben.

Entstehen für mich Kosten?

Ein Großteil der Kosten wird von staatlichen Stellen übernommen. Als Eigenanteil zahlt jeder einen Betrag, der von der Höhe des Einkommens abhängt (1% des monatlichen Netto-Einkommens pro Sitzung).

Worum geht es im STOP-Training?

 

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Definition von Gewalt und Aggression

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Auseinandersetzung mit eigener Aggression und Gewalt

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Auslöser von Aggression und gewalttätigem Verhalten

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Auseinandersetzung mit der Tat, Konfrontation und Rekonstruktion


 

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Einbeziehen der Opferperspektive

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Kinder als Opfer häuslicher Gewalt

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Rollenverständnis, Männlichkeits- bzw. Weiblichkeitsbilder

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Ausstiegsoptionen aus der Gewaltdynamik

WER FÜHRT DAS STOP-TRAINING DURCH?

Das STOP-Trainings-Team der JUKO Marburg e.V. besteht aus speziell für diese Aufgabe ausgebildeten Gruppenleiterinnen und Gruppenleitern.

Die JUKO ist eng vernetzt mit dem Runden Tisch „Keine Gewalt gegen Frauen und Kinder“ des Landkreises Marburg-Biedenkopf und der Stadt Marburg.

Das Training und die Beratungsgespräche werden in den Schlungsräumen und Gesprächsräumen der JUKO durchgeführt.
Selbstverständlich unterliegen die Mitarbeiter/innen der JUKO der verschwiegenheitspflicht, die Vertrau-lichkeit bleibt gewahrt.

Wie läuft ein STOP-Training ab?

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Aufnahme nachverbindlichem Informations- und Aufklärungsgespräch

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Mehrmonatige Gruppenphase mit regelmäßigen mehrstündigen Terminen

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Durchführung in geschlossener Gruppe (max. 8 Teilnehmer)

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Verbindliches Einzelgespräch zum Abschluss im Anschluss an die Gruppenphase

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Angebot bzw. Anforderung von weiteren Einzelgesprächen nach Bedarf

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Enge Ausschlusskriterien und hohe Verbindlich- keit mit klarem Regelwerk

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Im Rahmen der Vernetzung mit Frauen helfen Frauen e.V.: Beratungsangebot an (Ex)Partnerinnen, allgemeine Info über das STOP-Training

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